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Sommer-Historienspiele 2016

Die Rebellin von Laufen

Veranstaltungsorte für die „Sommer-Historienspiele“, die am Sonntag, 26. Juni 2016 stattfinden, sind die Schwesternstädte Laufen und Oberndorf. Frei nach dem Gründer der Salzburger Festspiele, Hugo von Hofmannsthal, mit „Die ganze Stadt ist Bühne“, ist es möglich, sämtliche fünf Spielstätten zu Fuß auf dem Rundweg zwischen der Jugendstil-Länderbrücke und dem Europasteg nacheinander bei freiem Eintritt zu besuchen. Zwischendurch werden sich die Stände und Darbietungen der teilnehmenden Gemeinden und Vereine der Regionen Rupertiwinkel und nördlicher Flachgau präsentieren. Der Zwei-Städte-Rundwanderweg durch die Altstadt Laufen und der Salzachdamm Oberndorf bietet zudem eine wohl einzigartige Kulisse. Die fünf Darbietungen der „Sommer-Historienspiele“ werden an den jeweiligen historischen Stellen so platziert werden, dass sich die Zuschauer in zwei gegensätzlichen Kreisen auf dem gesamten Veranstaltungsgelände bewegen können.

 

Der Reichstag von Laufen – Friedrich Barbarossa

„Der Reichstag von Laufen – Friedrich Barbarossa“
13 Uhr, Frauenwinkel Laufen, (Dauer 30 Min.)

Im Jahr 2016 sind es genau 850 Jahre her, als der „Reichstag zu Laufen“ unter Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, beim Reichstag zu Laufen die deutschen Fürsten hinter sich versammelte und sie auf den Italien-Feldzug gegen den Papst einschwor. Über den papsttreuen Fürsterzbischof Konrad II. und das Erzbistum Salzburg lässt er die Reichsacht verhängen. Die Stadt Salzburg mit seinem Dom wird in der Folge niedergebrannt und zerstört. Die Salzhandelsmetropole Laufen war

Proklamation an den Kini

„Proklamation an den Kini“
14 Uhr, Rupertusplatz Laufen, (Dauer 20 Min.)

Die willkürliche Grenzziehung 1816 inmitten der salzburgischen Stadt Laufen bringt in der Bevölkerung viel Leid und eine Trennung quer durch Familien. Die schlechte wirtschaftliche Situation nach den napoleonischen Kriegswirren und der Niedergang der Schifffahrt, von der nahezu die gesamte Bevölkerung lebte, verursacht Armut. Die Bürger der Stadt Laufen verfassen eine Klageschrift an den bayerischen König, die der Bürgermeister vom Rathaus aus verlesen lässt. Die Stadt fühlt sich von der neuen Obrigkeit in der Person des „Kini“ im fernen München verlassen und protestiert in der Proklamation dagegen energisch.

Der Pfleger von Weitwörth

„Der Pfleger von Weitwörth“
15 Uhr, Stille-Nacht-Platz Oberndorf, (Dauer 20 Min.)

Willkür lässt der Pfleger von Weitwörth als der vom Erzbischof eingesetzte Verwalter und Gerichtsherr walten. Die stolzen Oberndorfer Schiffer müssen ihm beim Kirchgang am Portal der Nikolakirche die Hand küssen, obwohl dies nur zur Ehrerbietung dem Fürsterzbischof zusteht. Eine resolute Schiffersfrau verweigert dies und muss mit einem „Schandkranz“ die Kirche betreten. Die Schiffer, die beim Landesherrn Achtung genießen, melden dies. Beim Gerichtstag vor der Kirche sollte sodann die Widerspenstige verurteilt werden. Doch es kommt anders: es erscheint der Fürsterzbischof und verurteilt den Pfleger.

Altacher Klageweiber

„Altacher Klageweiber“
16 Uhr, Nepomuk, Pumpwerk Salzachdamm, (Dauer 20 Min.)

Schifferweiber aus dem Laufener Schiffervorort Altach spiegeln in ihren Klagen die schlechte Zeit wider, in der sie nach den napoleonischen Wirren leben. Sie klagen über den Niedergang der einst so guten Zeit der florierenden Salzachschifffahrt, in der ihre Männer zwar hart arbeiten mussten, die Familien aber ein gutes Leben hatten. „Schmalhans“ hat in den Küchen Einzug gehalten. Sie stimmen ein Klagelied an, in dem es früher hieß: „Dirndl heirat koan Schöffmann, du heiratst in die Not. Du hast im Sommer keinen Mann und im Winter kein Brot“. Jetzt haben sie zwar immer den Mann auch stetig kein Brot.

Die Rebellin von Laufen

„Die Rebellin von Laufen“
17 Uhr, Frauenwinkel Laufen, (Dauer 1,5 Std./Min.)

Eine Laufener Schiffertochter stellt sich im Jahre 1800 mutig und mit viel Zivilcourage den in die Stadt einfallenden napoleonischen Soldaten entgegen. Diese vergewaltigen Frauen, plündern Häuser und legen Brände. Vorgeführt beim Obergeneral Moreau, der im Schloss Laufen residiert, kann dieser an der resoluten und schönen Frau Wohlgefallen finden und sie wird an die Offizierstafel geladen. Der Oberkommandierende lässt die Schandtäter verfolgen. Das Historienspiel zeigt auch das Treiben am fürsterzbischöflichen Hof in Salzburg, gibt Einblicke in das arme Schifferleben und es ist auch ein Kampfszene zu sehen.

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